Zwiebeln mit Honig und Kurkuma heilen selbst den schlimmsten Husten und reinigen die Lunge über Nacht. Auch langjährigen Rauchern hilft es. Hier ist das Rezept: Löwenzahnsirup – das stärkste Entgiftungsmittel des Frühlings…

Hier überschneiden sich zwei verschiedene Hausmittel mit sehr unterschiedlichen Versprechen. Weder ein Zwiebel-Kurkuma-Mix noch Löwenzahnsirup können die Lunge „über Nacht reinigen“ oder schwere Atemwegserkrankungen heilen.

Dennoch ist Löwenzahnsirup (oft auch als „Löwenzahnhonig“ bezeichnet) ein aromatischer, pflanzlicher Sirup, der traditionell bei leichten Erkältungen, Halsschmerzen oder als milde Verdauungshilfe im Frühjahr geschätzt wird.

Was Löwenzahnsirup wirklich kann

  • Reizlinderung: Die dickflüssige, süße Textur legt sich schützend über die gereizte Schleimhaut im Rachen und mindert den Hustenreiz.
  • Bitterstoffe: Löwenzahn enthält Bitterstoffe (Taraxacin), die die Gallensekretion und die Verdauung anregen – daher gilt er in der Volksmedizin als „Frühjahrskur“.
  • Keine Lungenreinigung: Ein Festsetzen von Teer oder Schäden durch jahrelanges Rauchen lassen sich nicht durch Sirup auflösen. Der Körper benötigt für die Regeneration der Flimmerhärchen Zeit und vor allem den Verzicht auf Nikotin.

Klassisches Rezept für Löwenzahnsirup

Zutaten:

  • 200 g frisch gepflückte Löwenzahnblüten (ca. 3–4 Handvoll, voll aufgeblüht)
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker (oder Rohrohrzucker)
  • 1/2 Bio-Zitrone (in Scheiben geschnitten)

Zubereitung:

  1. Blüten vorbereiten: Die Blütenköpfe an einem sonnigen Tag pflücken (wenn sie ganz geöffnet sind). Kurz liegen lassen, damit kleine Insekten entweichen können. Tipp: Das grüne Körbchen unter der Blüte weitgehend entfernen, da der Sirup sonst bitter werden kann.
  2. Sud ansetzen: Die gelben Blütenblätter zusammen mit 1 Liter Wasser und den Zitronenscheiben in einen Topf geben. Aufkochen lassen und ca. 10–15 Minuten sanft köcheln lassen.
  3. Ziehen lassen: Den Topf vom Herd nehmen und den Sud abgedeckt über Nacht (ca. 12 Stunden) ziehen lassen.
  4. Abseihen: Am nächsten Tag den Sud durch ein feines Tuch oder Sieb gießen und die Blüten gut ausdrücken.
  5. Eindicken: Den aufgefangenen Saft mit dem Zucker verrühren und bei schwacher Hitze ohne Deckel langsam einkochen lassen. Dies kann 1 bis 2 Stunden dauern. Der Sirup ist fertig, wenn er die Konsistenz von flüssigem Honig erreicht hat (Gelierprobe auf einem kalten Teller machen).
  6. Abfüllen: Den heißen Sirup sofort in saubere, sterile Gläser oder Flaschen füllen und fest verschließen.

Anwendung:

Bei Hustenreiz oder Halsschmerzen 1–2 Teelöffel langsam im Mund zergehen lassen oder in lauwarmen Tee einrühren.

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