Der Verzehr von rohem oder unsachgemäß zubereitetem Maniok kann zu einer Cyanidvergiftung führen.
Die Wurzel, die Schale und die Blätter des Manioks enthalten cyanogene Glykoside (hauptsächlich Linamarin), die im Körper enzymatisch zu gefährlichem Cyanwasserstoff abgebaut werden.
Gesundheitsrisiken bei unsachgemäßem Verzehr
Akute Vergiftung: Symptome sind Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindel, Atemnot, Krämpfe und sogar Herzstillstand.
Chronische Vergiftung: Die langfristige Aufnahme kleiner Toxinmengen führt zu neurologischen Störungen (z. B. Konzo oder Ataxie), die eine irreversible Lähmung der unteren Extremitäten und Koordinationsverlust verursachen können.
So bereiten Sie Maniok sicher zu
Durch die richtige Zubereitung lassen sich die Toxine vollständig aus dem Maniok entfernen. Verzehren Sie ihn niemals roh.
Schälen: Entfernen Sie stets sorgfältig die dicke Schale, da sich dort die höchste Konzentration des Giftes befindet.
Einweichen: Weichen Sie die geschnittenen Knollen mindestens 24 bis 48 Stunden in Wasser ein, um die Giftstoffe auszuspülen.
Kochen: Kochen, backen oder braten Sie die Maniok gründlich. Die hohe Hitze und die Verdunstung des Wassers zerstören jegliches restliche Cyanwasserstoff. Maniokmehl oder Tapiokaperlen aus dem Handel sind bereits industriell verarbeitet und können bedenkenlos direkt zum Kochen verwendet werden.