Paprika ist botanisch gesehen mehrjährig, daher müssen Sie sie am Ende der Saison nicht ausgraben und wegwerfen: Mit dem richtigen Rückschnitt und der Überwinterung an einem kühlen Ort treiben die Stängel Jahr für Jahr wieder aus und liefern Wochen früher eine reiche Ernte.
Anleitung zur Überwinterung von Paprika
Zeitpunkt und Ernte: Ernten Sie vor dem ersten Nachtfrost alle Paprika (auch die kleineren, grünen) und graben Sie die Pflanze vorsichtig aus, falls sie nicht im Topf wächst.
Kräftiger Rückschnitt: Schneiden Sie den Stängel der Pflanze 5–10 cm über dem Hauptzweig (Y-förmig) zurück (lassen Sie einen kahlen Stängel von etwa 15–20 cm stehen). Entfernen Sie alle restlichen Blätter, da diese im Winter ein idealer Nährboden für Schädlinge (z. B. Blattläuse) sind.
Schneiden und Umpflanzen: Schütteln Sie die Erde von den Wurzeln ab und kürzen Sie den Wurzelballen um etwa ein Drittel. Pflanzen Sie die Pflanze in einen kleinen Topf mit frischer Blumenerde.
Winterruhe: Stellen Sie den Topf an einen frostfreien, hellen oder halbschattigen Ort (z. B. einen unbeheizten Raum, einen hellen Keller oder eine Garage) bei etwa 10–15 °C.
Minimal gießen: Die Pflanze befindet sich im Winter in der Ruhephase. Gießen Sie sie alle 2–3 Wochen sparsam, gerade so viel, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Düngen Sie die Pflanze in dieser Zeit keinesfalls mit einer Nährlösung!
Erwecken der Pflanze im Frühjahr
Im März: Stellen Sie den Topf an ein warmes, sonniges Fenster (18–22 °C) und erhöhen Sie die Wassermenge.
Düngen: Sobald die ersten grünen Triebe erscheinen, beginnen Sie alle zwei Wochen mit einer ausgewogenen Nährlösung zu düngen.
Umpflanzen: Nach den letzten Frösten (Mitte Mai) kann die Pflanze ins Freiland oder nach einer Eingewöhnungsphase in einen großen Topf gepflanzt werden.
Dank des bereits entwickelten, kräftigen Wurzelsystems verschwendet die Pflanze ihre Energie nicht im Wachstum, sondern bildet sofort Blüten und Früchte.