Erfahrene Schneiderinnen setzen oft auf einfache, traditionsreiche Kniffe statt auf teures Zubehör. Die wertvollsten Geheimnisse aus der Meisterpraxis garantieren makellose Nähte und sparen enorm viel Zeit:
- Trockene Seifenreste statt Schneiderkreide Verwende dünne, getrocknete Reste von Seifenstücken zum Anzeichnen. Die Linien werden wesentlich feiner als mit Kreide, bröckeln nicht ab und schmelzen beim Bügeln oder Auswaschen rückstandslos weg.
- Bienenwachs gegen verhedderte Fäden Ziehe den Faden beim Handnähen vorab durch ein Stück Bienenwachs. Das glättet die Fasern, verhindert lästiges Verknoten und macht den Faden extrem reißfest.
- Essigwasser für dauerhafte Bügelfalten Besprühe Säume oder Falten vor dem Bügeln leicht mit einer Mischung aus Wasser und einem Schuss weißem Haushaltsessig. Das Fixieren unter dem Bügeleisen sorgt für messerscharfe Kanten, die selbst nach dem Waschen erhalten bleiben.
- Stecknadeln immer quer zur Naht stecken Stecke Nadeln niemals parallel zur Kante, sondern stets im 90-Grad-Winkel zur Nahtlinie. Das verhindert, dass sich die Stofflagen unter dem Nähfuß gegeneinander verschieben.
- Radikales Vorwaschen und Dämpfen Wasche und bügle jeden Stoff vor dem Zuschnitt genau so, wie das fertige Kleidungsstück später gepflegt wird. Nur so verziehst du das Kleidungsstück nicht durch spätere Einlaufquoten.
- Alufolie zum Schärfen der Stoffschere Schneide mehrmals durch ein mehrfach gefaltetes Stück Alufolie, um eine leicht stumpfe Schere schnell nachzuschärfen. Das eiserne Grundgesetz bleibt jedoch bestehen: Eine Stoffschere darf niemals für Papier benutzt werden.