Fünf Dünger, die Gurken im Sommer besonders lieben

Nicht fünf auf einmal, sondern fünf im Wechsel

Gurken im Sommer wollen kein Buffet in einer Kanne. Sie wollen der Reihe nach das, was die Frucht braucht: Kalium, etwas Blattstärke, Feuchte im Boden. Ich halte fünf Mittel bereit und wechsle sie. Jedes hat seinen Tag. Zusammengekippt nützen sie weniger als nacheinander.

1. Kaliumsulfat

1 EL auf 10 Liter, 1 Liter an den Fuß, alle 10–12 Tage. Das ist der Fruchtdünger. Ohne ihn werden Ansätze gelb, mit ihm sitzen sie in Büscheln. Aus dem Gartencenter, klar dosiert.

2. Holzasche

Ein Glas, 200–250 ml, gesiebte Asche von unbehandeltem Holz auf 10 Liter, über Nacht ziehen, trübe Brühe an den Fuß. Kalium plus Spurenelemente, kostenlos, wenn ihr Holz verfeuert. Nicht mit Kalksalpeter mischen, auf kalkreichem Boden seltener geben.

3. Beinwelljauche

1:10 verdünnt, 1 Liter an den Fuß. Beinwell ist der Sommerkalium aus dem Beet. Zwei Wochen ansetzen, umrühren, verdünnen. Nicht aufs Blatt – der Geruch bleibt, die Wirkung sitzt in der Wurzel.

4. Molke

3 EL auf 1 Liter Wasser, abends sprühen, alle 7–10 Tage. Stärkt Blatt und Blüte, milde und aus der Küche. Milch 1:10 als Ersatz. Frisch ansetzen, nicht lagern.

5. Kompost

1–2 Liter reifen Kompost pro Quadratmeter flach unter die Ranken, dazu dünner Mulch. Das ist keine Gießkanne, sondern die stille Küche. Ohne Kompost wird jede Flüssigdüngung zur Notfütterung auf totem Boden.

Extra-Tipp von Oma

Brennnesseljauche und Bittersalz sind die Reserve, nicht die Stammtruppe: Jauche 1:10 nur bei blassen, dünnen Trieben, Bittersalz 1 TL auf 10 Liter bei Gelb zwischen den Adern. Nie alle fünf in eine Woche pressen. Kaliumsulfat, Asche, Beinwell, Molke, Kompost – in dieser Ruhe tragen die Gurken den Sommer durch, ohne Wunderflasche.

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