Blüten fallen, und alle gießen noch mehr
Kennt ihr das: die Rispe voller gelber Blüten am Morgen, mittags liegen sie im Mulch. Hitze, Trockenheit, dann ein Schwall Wasser – und Calcium kommt nicht in die Blüte. Viele greifen zu Hefe oder Jod. Ich nehme zwei gestrichene Esslöffel auf den 10-Liter-Eimer und gieße an den Fuß. Ruhig, wiederholbar, aus dem Gartencenter.
1. Die zwei Löffel
2 gestrichene Esslöffel Kalksalpeter, etwa 20 g, auf 10 Liter Wasser. Umrühren, bis nichts mehr knirscht. Das liefert Calcium, das die Pflanze mitnehmen kann, und einen Schub Stickstoff, der in der Blüte nicht stört, wenn ihr nicht übertreibt. Nicht häufen, nicht 4 Löffel „damit es schneller geht“.
2. An den Fuß, auf feuchte Erde
Pro Pflanze 0,5–1 Liter, nicht den ganzen Eimer an einen Stock. Vorher klar nachgießen, wenn der Ballen staubtrocken ist. Nie auf knochentrockene Erde – sonst zieht die Wurzel zu scharf. Nicht über Blüten und Blätter.
3. Alle zehn bis vierzehn Tage
Von der ersten offenen Blüte bis die oberen Trauben sitzen. Dazwischen nur Wasser. In der Woche ohne Kalksalpeter 1 EL Kaliumsulfat auf 10 Liter an einem anderen Tag – Blüte halten und Frucht füllen sind zwei Gaben, nicht eine Kanne.
4. Gleichmäßig feucht, sonst fällt die Blüte trotzdem
Die zwei Löffel ersetzen kein Gießen. Mulch 3 cm, morgens ähnlich viel, keine Woche Pause und dann die Flut. Schwankungen werfen Blüten ab und machen später Blütenendfäule.
Extra-Tipp von Oma
Kalksalpeter und Kaliumsulfat nie in dieselbe Kanne. Holzasche, ein Glas auf 10 Liter, darf zwischendurch die Kaliumseite übernehmen. Geiztriebe ausbrechen, damit die Kraft in die Rispe geht, nicht in Seitenzweige. Zwei Löffel, ein Eimer, an den Fuß, Erde feucht. Dann bleiben die Blüten sitzen, und die Ansätze kommen in Mengen – ohne Theater in der Gießkanne.