Ein Ansatz sitzt, sechs werden gelb
Schaut euch die Knoten an: oft hängt eine junge Gurke, daneben welken winzige Ansätze. Das ist kein Schicksal. Die Pflanze wirft ab, was sie nicht ernähren kann. Stickstoff habt ihr meist genug – es fehlt Kalium und oft ein Hauch Magnesium, und die Erde trocknet dazwischen aus. Das ist die wichtigste Gabe des Sommers, sobald die Pflanzen richtig tragen.
1. Die Mischung
In 10 Liter Wasser: 1 EL Kaliumsulfat, rund 15 g, und 1 TL Bittersalz. Umrühren, bis alles gelöst ist. Nicht häufen, nicht verdoppeln.
2. An den Boden, auf feuchte Erde
Pro Pflanze 1 bis 1,5 Liter direkt an den Fuß. Vorher klar nachgießen, wenn die Erde staubtrocken ist. Nie auf knochentrockenen Ballen düngen. Nicht über die Blätter.
3. Rhythmus halten
Alle 10–14 Tage von der Haupttragzeit bis Ende September. Dazwischen nur Wasser. Wer durcheinander düngt, mal Hefe, mal Jod, mal Asche jeden zweiten Tag, bringt die Pflanze durcheinander.
4. Gleichmäßig feucht halten
Kalium wirkt nur bei gleichmäßiger Feuchte. Ich mulche mit Rasenschnitt in dünner Schicht, 2–3 cm, nicht dick und nass an den Stamm, und gieße morgens. Im Gewächshaus die Luft feucht halten, aber Blätter nachts trocken.
5. Was ihr an den Knoten seht
Nach zwei, drei Gaben bleiben mehr Ansätze grün. An kräftigen Sorten sitzen in einem Knoten zwei bis vier, manchmal bis zu sieben junge Früchte, wenn Licht, Wasser und Kalium stimmen. Was trotzdem gelb wird, knipst ihr früh weg – die Pflanze soll in die guten stecken.
Extra-Tipp von Oma
Einmal die Woche die gelben Mini-Ansätze und kranken Blätter unten weg. Was gelb ist, wird nicht mehr grün. Bittersalz ist nur die Prise zum Kalium, kein täglicher Guss. Ein Esslöffel Kaliumsulfat, ein Teelöffel Bittersalz, zehn Liter, an den Fuß. Dann füllen sich die Knoten, statt gelb zu tropfen.