Tomaten den ganzen Sommer füttern: von der ersten bis zur siebten Traube volle Früchte

Unten voll, oben leer – kennt ihr das?

Die erste und zweite Traube hängen schwer, ab der vierten sitzen drei Früchte, und die Spitzen welken. Oder die Tomaten bekommen unten schwarze, harte Flecken: Blütenendfäule. Das liegt selten an der Sorte. Calcium kommt nicht an, wenn die Pflanze mal durstig, mal ersäuft wird. Den ganzen Sommer will die Tomate ruhig essen, nicht schlemmen und hungern im Wechsel.

1. Calcium: Kalksalpeter

1 EL Kalksalpeter auf 10 Liter Wasser, 0,5–1 Liter pro Pflanze an den Fuß, alle 10–14 Tage in der Hauptwachstumszeit. Das ist Calcium, das die Pflanze mitnehmen kann. Nicht über die Blätter.

2. Kalium an einem anderen Tag

Für reife, süße Früchte: 1 EL Kaliumsulfat auf 10 Liter, an einem anderen Tag als der Kalksalpeter. Abwechselnd im Wochenrhythmus – eine Woche Calcium, eine Woche Kalium – so bleiben Traube 1 bis Traube 7 im Spiel. Holzasche, ein Glas auf 10 Liter über Nacht, darf die Kaliumgabe ersetzen, wenn ihr unbehandeltes Holz verfeuert.

3. Gleichmäßig gießen

Immer ähnlich viel, lieber morgens. Nie eine Woche trocken und dann den Eimer drauf. Mulch aus Stroh oder Rasenschnitt, 3 cm, hält die Feuchte. Schwankungen sind der Hauptgrund für Blütenendfäule, nicht „zu wenig Kalk in der Erde“.

4. Untere Blätter weg, Spitze kappen

Blätter, die den Boden berühren, und die unter der reifen ersten Traube, schneide ich weg. Luft an den Stamm. Pro Woche höchstens zwei, drei Blätter. Geiztriebe aus den Achseln. Nach der sechsten oder siebten Traube die Spitze kappen, damit die Kraft in die vorhandenen Früchte geht.

Extra-Tipp von Oma

Zwei Kannen, zwei Tage, klare Mengen: Kalksalpeter und Kaliumsulfat nicht in dieselbe Brühe. Gießt nur an den Fuß. Den ganzen Sommer so, nicht nur im Juni. Dann hängen die Trauben von eins bis sieben voll – und im September reifen sie noch auf der Fensterbank nach.

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